Montag, 23. März 2015

Good Will Hunting (Film-Rezension)

Titel: Good Will Hunting - Der gute Will Hunting
Originaltitel: Good Will Hunting
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Gus Sant
Schauspieler: Matt Damon, Robin William, Ben Affleck, Minnie Driver, Stellan Skarsgård ua.
Spielfilmlänge: 122 Minuten




:::::Storyline:::::

Der Film handelt von dem mathematikbegabten jungen William Hunting. Dieser aber zieht sein Leben auf dem Bau vor und versteckt sich hinter einer coolen Fasade. Er ist wahrlich kein einfacher Mensch. Als er wegen Körperverletzung ins Gefängniss soll nimmt sich Professor Lambeau seiner an und fördert sein Talent. Doch Will hat tieferliegende Probleme, die die Künste eines Psychologen bedürfen, der Nerven wie Drahtseile hat und dennoch das Herz eines Löwen

:::::Schauspieler:::::

Matt Damon alias Will Hunting

Die Rolle des Will Hunting ist sehr vielseitig und individuell. Dieser Charakter wurde im Drehbuch mit äußerster Sorgfalt bedacht. Man hat ihm viele positive wie negative Eigenschaften zugewiesen und diesem Charakter dadurch viel Tiefe gegeben. Will hatte keine leichte Kindheit und wurde von seinem Pflegevater misshandelt, wodurch er eine Art Schutzmauer aus Coolness bzw. emotionaler Distanz aufgebaut hat. Er hat Probleme sich anderen anzuvertrauen und versucht seine Ängste durch seine forsche, mitunter nicht selten respektlose Art zu kompensieren. Durch eine Reihe von gewalttätigen Delikten soll er schließlich im Gefängnis landen. Professor Lambeau aber bemerkt sein außergewöhnliches mathematisches Talent und gibt ihm die Chance bei ihm zunächst als Schüler anzufangen und psychologischen Sitzungen beizuwohnen um sein Verhalten zu bessern. Dadurch entgeht er einer Verurteilung. Will unterschätzt sich selber und sieht zunächst nicht ein, dass er sein rares Talent in Mathematik als Möglichkeit nutzen könnte, um sich einen besseren Lebensstandard zu sichern. Stattdessen sucht er sich eher leichte Jobs wie z.B. als Reinigungskraft oder Bauarbeiter.

Auch schafft es zunächst keiner an Wills' Gefühlswelt zu kommen. Mit der Zeit schafft er es aber sich dem Psychologen Sean Maguire zu öffnen und mit ihm eine Lösung für seine tieferen Probleme und Ängste zu finden.

Matt Damon spielt diese vielschichtige Rolle sehr überzeugend und wirkt in keiner Szene künstlich. Auch die Entwicklung, die Will während des Films macht, stellt er gut und deutlich dar. Seine Mimik und Gestik wechselt im Film zwischen Freude, Enttäuschung, Wut, Gleichgültigkeit und Trauer. Trotz der Darbietung verschiedenster Emotionen schafft Matt es aber auch seiner Rolle eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Dadurch zeigt der Schauspieler seine Wandelbarkeit und hat zu Recht Preise für seine Darbietung bekommen.

Weitere Schauspieler:
Robin Williams - Gute bis sehr gute Leistung wie man es von ihm gewöhnt ist.
Stellan Skarsgård - Solide Leistung, wird seinem Charakter gerecht, hatte aber eine nicht allzu schwere Rolle zu spielen.
Minnie Driver - Gute Leistung, perfekt besetzt.
Ben Affleck - wirkt eher blass neben den anderen Schauspielern. Seine Mimik bleibt stets die selbe. Man hat nicht das Gefühl, dass er sich wirklich auf die Rolle eingelassen hat.

:::::KÜNSTLERISCHER ASPEKT:::::

Kamera: Hier wurde gute Arbeit geleistet und darauf geachtet, dass trotz emotionaler Story noch soetwas wie Distanz dableibt. Der Regisseur will nicht das Mitleid der Zuschauer auf seine Charaktere lenken, was er durch seine Kamerperspektiven und Bildauschnitte, sowie Motivwahlen gut hinbekommt.

Effekte: Soweit ich es beurteilen kann wurde hier uaf jegliche Effekte verzichtet. Keine Farbänderungen oder dergleichen.

Dialoge: Die Kunst liegt hier mehr in den Dialogen, die wirklich sehr gut durchdacht wurden und nicht so eben "dahergeredet" wirken. Hier hat jemand scharf nachgedacht und auch jede Menge Sinn für Psychologie, Witz, Spannung und sprachliche Ästhetik bewiesen.

:::::FAZIT:::::

Die Idee des Filmes ist sehr gut und wurde auch wirklich gelungen umgesetzt. Vorweg ist zu sagen, dass der Film viele Szenen eher durch Dialoge auflöst. So ist nur wenig "Bewegung" in dem Film. Meiner Meinung gibt das dem Film aber auch keinerlei Minuspunkte, da die Dialoge wirklich grandios ausgearbeitet wurden. Hier ein lob an Matt Damon und Ben Affleck!

Empfehlenswert für Leute, die gerne gut durchdachte Dramen schauen und gerne mit Charakteren mitfiebern, die nicht perfekt sind.
Ausserdem werden Leute, die sich für Psychologie interessieren ihre wahre Freude an diesem Meisterwerk haben.

UND: Man kann den Film auch mehrmals sehen ohne, dass er langweilig wird:)



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