Mittwoch, 27. Mai 2015

Beatrix Gurian "Stigmata: Nichts bleibt verborgen" (Rezension)

Titel: Stigmata - Nichts bleibt verborgen
Autorin: Beatrix Gurian
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arena
Preis (Buch): 16,99€
Preis (E-Book): 13,99€

 

 

INHALT:  
Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt sich für Emma nichts mehr so an wie vorher. Als sie von einem Unbekannten eine alte Fotografie mit der Aufforderung erhält an einem Jugendcamp in einem alten Schloss teilzunehmen, um dort die Mörder ihrer Mutter zu finden, begibt sie sich auf eine geheimnisvolle Suche, die sie vor ungeahnte Entdeckungen stoßen lässt. Zeitgleich erlebt man als Leser die Geschichte eines gepeinigten jungen Mädchens, das viele Jahre zuvor in dem Schloss lebte. Dieses war einst eine Klosterschule, doch für die junge Agnes war es vielmehr ein Gefängnis. Wie passen beide Geschichten zusammen? Und wird Emma jemals die ganze Wahrheit über den Tod ihrer Mum erfahren?





MEINUNG:  
Beatrix Gurian zieht den Leser ohne Umschweife direkt in die Handlung hinein. Somit findet sich Emma schon nach wenigen Seiten in dem alten Gemäuer ein, in dem sie hofft Hinweise auf den Tod ihrer Mutter zu finden. Dabei zweifelt sie anfangs an ihrem Vorhaben. Schließlich heißt es, dass ihre Mum bei einem Autounfall in einen See gefahren und gestorben sei. Allerdings wurde die Leiche nie gefunden, weshalb Emma immer wieder die Hoffnung schöpft, dass sie vielleicht noch leben könnte. Wer aber könnte dazu fähig gewesen sein ihre Mutter umzubringen? Und wer würde ihre Tochter auf die Suche nach ihren Mördern schicken? Skepsis, aber auch Neugier begleiten Emma auf den Weg durch die Zimmer und verborgenen Gänge des Schlosses, bei der sie nicht nur alte Fotografien mit weiteren Hinweisen findet, sondern auch der endgültigen Wahrheit immer näher kommt.
Die Fotografien sind im Buch stets abgebildet und unterstreichen die düstere Grundstimmung des Buches. Dadurch, dass am Ende bei fast allen Kapiteln ein kleiner Cliffhanger ist, der neugierig auf die Fortsetzung der Handlung macht, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Das Jugendbuch hat zudem eine relativ einfache Sprache und kurze Kapitel, weshalb man es auch sehr schnell durch hat. Ich selber habe nur einen Tag gebraucht, da ich mich auch nur schlecht los reißen konnte. Der Spannungsbogen der Geschichte ist demnach wirklich gut aufgebaut und schafft eine packende, aber auch mysteriöse Atmosphäre. Bis zum Ende war ich mir nicht einmal sicher, ob es eher auf einen Thriller, Horror oder Mystery-/Fantasy-Roman hinaus laufen würde. Erst das Ende gibt Aufschluss darüber und fügt alle Puzzleteile sinngemäß zusammen. Leider wurde ich allerdings mit den Charakteren nicht wirklich ganz warm, weshalb ich einen kleinen Abzug in der Bewertung vornehmen musste.

FAZIT:
Etwas schwach ausgearbeitete Charaktere in einer dafür spannenden und düsteren Geschichte, die zu fesseln weiß. Ein Ende, das ich nur zum Teil so erwartet hatte und viele Überraschungen bietet.
 

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