Montag, 4. April 2016

Stephanie Tromly "Digby #1" (Rezension)

Titel: Digby #1
Autorin: Stephanie Tromly
Gebundene Ausgabe: 363 Seiten
Verlag: Oetinger
Preis (Buch): 14,99€
Preis (Ebook): 11,99€

 

 

 

KLAPPENTEXT: 
Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufzuklären.Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei einem Gynäkologen einbricht,kurzzeitig auf der Polizeiwache landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. Nur eines weiss sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher nicht verkehrt. Bei Stephanie Tromlys Held Digby muss man sich auf spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau gefasst machen, immer mit einer Prise schrägem Humor gewürzt und einem besonders lässigem Dedektiv a l? "Sherlock".


MEINE MEINUNG: 
Mir fällt es schwer diesen Roman zu bewerten und habe mich lange gefragt, warum dies so ist. Im Grunde sind die Geschichte und auch die Charaktere wirklich nicht schlecht. Sie haben alle gewisserweise ihre Ecken und Kanten. Vor allem die Wortgefechte zwischen Digby und Zoe lassen die Seiten zeitweise sehr schnell hinweg blättern. Auch die Crime-Thematik verspricht zunächst noch einiges, flaut jedoch in der Handlung immer wieder ab. Mir kam es letztlich so vor, als würde ich hier nicht wirklich ein Buch lesen sondern eine Krimi-Komödie im Fernsehen sehen. Der Roman wird durch Dialoge derart überladen, soadass die Handlung teilweise nur sehr schleppend vorran kommt oder sich unterwegs komplett verliert und ganz anderen Ideen nachrennt. Alles wirkt zwischenzeitlich so wirr, sodass der Lesespaß enorm darunter leidet. Was an sich eigentlich schade ist, da ich hier durchaus Potenzial sehe. Vielleicht hat die Autorin hier einfach zu viel auf einmal gewollt. Dies merkt man auch an der Schreibweise. Zudem hat es mich gestört, dass die Charaktere zwar einige ausgeprägte Macken haben, aber ihre Gefühle und der Grund für ihr Handeln kaum bis gar nicht erklärt werden. Dadurch fehlt der Geschichte der dringend benötigte Tiefgang um mit Zoe oder auch Digby ernsthaft mitzufiebern. Die Handlung wirkt auch nicht sonderlich realistisch, aber das finde ich gar nicht mal so schlimm. Fiktion kann gerne auch mal etwas über alles Denkbare hinaus gehen, selbst wenn es kein Fantasy ist. Trotzdem fehlte mir hier einfach der gwisse letzte Funke, der mich an die Geschichte gefesselt hätte.


PRO&CONTRA:
+ temporeiche und witzige Dialoge
+ skurrile Charaktere
- wenig Tiefgang
- dialogreicher Schreibstil, der wenig "drumherum" beschreibt

DRAMATURGIE:
Spannung: 3/5 Schattenfedern
Action: 3/5 Schattenfedern
Drama: 2/5 Schattenfedern
Romance: 1/5 Schattenfedern
Humor: 4/5 Schattenfedern
Anspruch: 2/5 Schattenfedern

WERTUNG:
Cover/Gestaltung: 5/5 Schattenfedern
Charaktere:  3,5/5 Schattenfedern
Schreibstil: 2/5 Schattenfedern
Handlung:  3/5 Schattenfedern
Lesespaß: 2,5/5 Schattenfedern

FAZIT:
Wem ein dialogreicher Schreibstil ohne viele Details drumherum nicht stört, kann hier ruhig zugreifen. Allerdings sollte man nicht allzu viel Tiefgang erwarten. Wer jedoch ein humorvolles Buch mit einer netten Crime-Geschichte im Hintergrund sucht ist hier vielleicht genau richtig. Als Kinder-/Jugend-Serie könnte ich mir Digby sehr gut vorstellen. Die Buchreihe werde ich wohl eher nicht weiter verfolgen.

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