Mittwoch, 19. Oktober 2016

Marie Lu "The Young Elites (1)" (Rezension)

Titel: The Young Elites (1)
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: G.P. Putnam's Sons Books for Young Readers
Preis (Gebundenes Buch): 18,27€
Preis (Tachenbuch): 11,95€
Preis (Ebook): 6,99€


 

 

 

INHALT:
Adelina wurde wie so viele mit dem Blutfieber infiziert, doch war eine der wenigen Überlebenden. Die Krankheit kostete sie jedoch ihr linkes Auge und ihr dunkles Haar färbte sich silbern. Seither gilt sie als Malfetto und wird in ihrer Gesellschaft als Aussetzige behandelt. Als ihr brutaler Vater sie schließlich an einen reichen Kaufmann verkaufen will, zeigt sich das erste Mal ihre Gabe, Illusionen zu erschaffen. Dadurch tötet sie versehentlich ihren Vater. Sie wird zum Tode verurteilt, doch Hilfe naht zugleich.
 
Die deutsche Ausgabe erscheint Jan./2017
MEINE MEINUNG: 
Da ich ein großer Fan der Legend-Serie von Marie Lu bin, war ich auch hier sehr gespannt auf die Geschichte. Um nicht enttäuscht zu werden, versuche ich jedoch stets mit möglichst neutralen Erwartungen an ein Buch zu gehen, so wie ich es auch hier tat. Glücklicherweise wurde ich jedoch sehr positiv überrascht und hätte ruhig höhere Erwartungen an dieses Buch legen können. Die Welt, die Marie Lu hier geschaffen erinnert an die italienische Zeit der Renaissance und ist dennoch etwas ganz eigenständiges.

Adelina, die Protagonistin der Trilogie, muss untertauchen, doch trotz Hilfe von unerwarteter Seite, wird sie vor eine Menge weiterer schwieriger Entscheidungen gestellt und wählt dabei nicht immer moralisch korrekt. Im Gegegnteil. In Adelina zeigt sich eine durch Wut und Zorn zerfressene Seele, die ihre Magie nur durch dies Dunkelheit in ihr stärken und wachsen lassen kann. Bei "The Young Elites" taucht der Leser in eine Welt voller Intrigen und man kann keinem wirklich über den Weg trauen. Daher ist es deutlich düsterer als die "Legend"-Reihe anglegt, aber dadurch auch eine willkommene Abwechslung zu allen anderen derzeitigen Büchern des Genres.



PRO&CONTRA:
+ tolles Setting mit düsterer Atmosphäre (erinnert an die Zeit der Renaissance in Italien,Venedig)
+ interessanter Genremix
+ spannende Charaktere mit Ecken und Kanten
+ sticht aus der Masse derzeitiger Jugendbuch-Fantasy heraus
- die Lovestory hätte man in dem Fall auch weg lassen können, passte nicht so ganz

DRAMATURGIE:
(Die Dramaturgie wird nur bedingt in die endgültige Wertung aufgenommen. Sie soll euch Lesern nur als Hilfe dienen damit ihr wisst, was ihr (nicht) zu erwarten habt. Fehlende Romance oder Action muss also nichts Schlechtes sein ;) )
Spannung: 5/5 Schattenfedern
Action: 4/5 Schattenfedern
Drama: 3/5 Schattenfedern
Romance: 3/5 Schattenfedern
Humor: 2/5 Schattenfedern
Anspruch: 4/5 Schattenfedern

WERTUNG:
Cover/Gestaltung (Englisch): 3,5/5 Schattenfedern
Cover/Gestaltung (Deutsch): 3/5 Schattenfedern
Charaktere:  5/5 Schattenfedern
Schreibstil: 4/5 Schattenfedern
Handlung:  5/5 Schattenfedern
Lesespaß: 5/5 Schattenfedern

FAZIT: 
wer der englischen Sprache nicht mächtig ist oder einfach lieber deutschsprachige Romane liest, sollte sich den Januar 2017 gleich rot markieren, denn da erscheint der Auftakt dieser Trilogie endlich auch auf deutsch. Wer düstere Fantasy, Dystopien und  untypische Protogonisten mag, kann hier nicht viel verkehrt machen.

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