Donnerstag, 30. März 2017

Arthur Conan Doyle "Sherlock Holmes" [Kurzgeschichten Part 1]



Titel:
Sherlock Holmes
Autor/in:
Arthur Conan Doyle
Stories:
Die "Gloria Scott"
Das Musgrave-Ritual
Eine Skandalgeschichte im Fürstentum O.
Der Mann mit der Narbe
Die fünf Orangenkerne
Der geheimnisvolle Mord im Tal von Boscombe




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Ich bin ein großer Fan der Serie Sherlock BBC. Allerdings kenne ich von dem Original bisher doch reichlich wenig, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Dies soll sich jetzt ändern. Nach und nach werde ich alle Kurzgeschichten und Romane nachholen und auch kurz etwas dazu schreiben. Da es doch sehr viel ist, bin ich jetzt so verblieben, dass ich immer 4-6 Kurzgeschichten in einem Beitrag besprechen werde. Die Romane werden allerdings einzelne Topics bekommen.
 

Die "Gloria Scott"
ERSCHEINUNGSDATUM:
April 1893
HANDLUNGSZEITRAUM:
Sommer - Herbst 1875
ALTERNATIVE TITEL:
Der erste Fall
Die Geschichte der 'Gloria Scott'
Holmes' erstes Abenteuer
Sein erster Fall
INHALT: 
Der erste Fall des jungen Sherlock Holmes. An einem kühlen Winterabend beginnt Holmes Watson über sein erstes Abenteuer während seiner College-Zeit zu berichten. Sein einziger Freund Victor Trevor lud ihn dazu ein die Ferien bei sich und seinem Dad daheim zu verbringen. Sherlock bringt den Friedensrichter Trevor mit seiner Kombinationsgabe jedoch ziemlich aus der Fassung. Irgendetwas scheint er zu verbergen. Und was hat ein Schiff namens "Gloria Scott" damit zu tun?
MEINUNG:
Ein schöner Rückblick in jene Zeit bevor Watson an Holmes' Seite agierte. Hier erfährt man, was der ausschlaggebende Punkt für Holmes' spätere Karriere als Detektivs war. Wer wissen möchte wie alles angefangen hat, sollte diese Geschichte daher nicht auslassen. Allerdings finde ich, dass diese womöglich als längerer Roman besser funktioniert hätte, da doch ziemlich viel in einem einzigen Brief erklärt wird.



Das Musgrave-Ritual
ERSCHEINUNGSDATUM:
Mai 1893
HANDLUNGSZEITRAUM:
Oktober 1879
ALTERNATIVE TITEL:
Das Familienritual
Das Ritual der Familie Musgrave
Der Katechismus der Familie Musgrave
Das Ritual von Musgrave
INHALT: 
Auch diese Geschichte behandelt einen Zeiteraum, in dem Sherlock Holmes und John Watson sich noch nicht kannten. Sir Reginald Musgrave bat Holmes zu seiner College-Zeit um Hilfe das Verschwinden zweier Bediensteter aufzuklären. Dem von Butler Richard Brunton und seiner Verlobten Rachel Howells. Kurz vor dem Verschwinden erzürnte Richard seinen Arbeitgeber, indem er in privaten Unterlagen herum schnüffelte. Scheinbar hatte er jedoch nichts gelesen, das für seine Augen nicht bestimmt wäre. Nur ein Dokument mit dem sogenannten "Musgrave-Ritual", das zwar von jedem Familien.Mitglied vollzogen werden muss, dem aber keinerlei Wichtigkeit beigemessen wird. Holmes erkannte jedoch sogleich mehr hinter dem alten Dokument und verfolgte eine heiße Spur.
MEINUNG:
Ich mag verschlüsselte Botschaften und damit in Verbindung stehende Rätsel und Schatzsuchen, wie es hier der Fall ist. Es macht Spaß die Geschichte zu lesen und man findet zudem viele Parallelen zur Machart heutiger Abenteuerfilme, in denen verschollene Artefakte gesucht werden. Hier ist allerdings alles weniger actionreich und wirkt reduzierter. Dadurch wird die Spannung jedoch keineswegs getrübt. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich kein großer Fan von zu vielen Action-Szenen bin und es als eine willkommene Abwechslung sehe, wenn nicht gleich gekämpft wird oder eine Hetzjagd los geht. So wirkt alles nochmals viel mysteriöser. Von mir klare 5 Sterne.



Eine Skandalgeschichte im Fürstentum O.
ERSCHEINUNGSDATUM:
Juli 1891
HANDLUNGSZEITRAUM:
März 1888
ALTERNATIVE TITEL:
Ein Skandal in Böhmen
Ein Skandal in Bohemia
Der Skandal des Großherzogtums
INHALT:
Ein Fürst sucht Sherlock Holmes auf, da er eine ehemalige Affäre gerne vertuschen möchte. Schließlich steht bald die Hochzeit mit der neuen Frau an seiner Seite an. Die Opern-Sängerin und Schauspielerin Irene Adler hält jedoch Fotos als Beweis unter Verschluss und erpresst den Fürsten damit. Schon viele haben versucht Irene auf die Schliche zu kommen und sind daran gescheitert, doch Sherlock glaubt es besser zu können... (typisch^^)
MEINUNG:
Diese Geschichte kannte ich schon. Demnach ist es also ein Re-Read. Die Rolle der Irene Adler ist hier definitiv anders als sie in Sherlock BBC umgesetzt wurde. Trotzdem wird auch hier deutlich, dass sie eine sehr mysteriöse Frau ist, die nicht so leicht zu durchschauen und vor allem auszutricksen ist. Schade finde ich nur, dass sie nicht einen einzigen Dialog bekommen hat. Der Fall an sich ist meiner Meinung nach nicht so besonders, aber alleine schon die Tatsache, dass Sherlock Holmes' Stolz ein wenig gedämpft wird ist es wert die Geschichte zu lesen. Zudem auch noch von einer Frau - zu einer Zeit, in der die Rolle der Frau noch immer untergeordnet war.
Auch interessant: Dies war die erste Kurzgeschichte rund um Holmes und Watson, die geschrieben wurde und Doyle erlangte damit direkt großes Interesse der Leser.



Der Mann mit der Narbe
ERSCHEINUNGSDATUM:
Dezember 1891
HANDLUNGSZEITRAUM:
Juni 1889
ALTERNATIVE TITEL:
Der Mann mit der Hasenscharte
Der Mann mit der entstellten Lippe
Der Mann mit der schiefen Lippe
Der Mann mit der Schramme
Der Mann mit dem schiefen Mund
INHALT: 
Im Londoner Hafenviertel verschwindet plötzlich der angesehene Neville St. Clair spurlos. Des Mordes verdächtigt wird ein vernarbter Bettler, aus dem jedoch zunächst nicht viel heraus zu kriegen ist. Die Ermittlungen führen Watson und Holmes bis in die düstersten Opiumhöhlen Londons. Ist Mr. St. Clair wirklich tot?
MEINUNG:
Eine Geschichte, bei dir mir die Auflösung besonders gut gefallen hat. Wie so oft nicht vorhersehbar, aber gleichermaßen auch gesellschaftskritisch angehaucht. Ich würde zu gerne mehr zu dieser Geschichte schreiben, aber ich fürchte, dass geht nicht spoilerfrei.



Die fünf Orangenkerne
ERSCHEINUNGSDATUM:
November 1891
HANDLUNGSZEITRAUM:
September 1887
ALTERNATIVE TITEL:
Die fünf Apfelsinenkerne
INHALT: 
In diesem Fall sucht der junge John Openshaw die Bakerstreet auf. Voller Angst erzählt er von einem Brief mit der Abkürzung K.K.K., den er erhalten habe. Darin befinden sich 5 Orangenkerne. Genau so einen Brief haben auch sein Vater und Opa erhalten, ehe sie eines rätselhaften Todes starben. Welches Geheimnis verbirgt sich demnach hinter den Orangenkernen und wird der junge Openshaw leben dabei heraus kommen?
MEINUNG:
Hierbei handelt es sich um ein Re-Read. Ich mochte diese Geschichte damals schon und auch heute gefällt mir sie noch sehr. Der Fall ist komplett unvorhersehbar und es macht Spaß mitzurätseln, welches Geheimnis sich hinter den Orangenkernen verbirgt. Nebenbei lernt man auch noch ein paar interessante geschichtliche Hintergründe kennen. Mehr möchte ich an der Stelle jedoch nicht sagen, da dies zu viel verraten würde. Wer überlegt die Sherlock-Geschichten zu lesen und vielleicht zunächst etwas antesten möchte, dem kann ich "Die fünf Orangenkerne" nur wärmstens als Einstieg empfehlen.


Der geheimnisvolle Mord im Tal von Boscombe
ERSCHEINUNGSDATUM:
Oktober 1891
HANDLUNGSZEITRAUM:
3. Juni 1889
ALTERNATIVE TITEL:
Das Geheimnis von Boscombe Valley
Das Geheimnis des Boscombe-Thales
Das Geheimnis von Boscombe Valley
Der geheimnisvolle Mord im Thale von Boscombe
Das Rätsel im Boscombe Valley
Das Rätsel von Boscombe Valley
INHALT:
Dieses Mal führen uns Mr.Holmes und Dr.Watson nach Herefordshire. John McCarthy soll nach einem Streit angeblich seinen Vater Charles ermordet haben. Alles spricht gegen ihn, doch Sherlock glaubt, dass hier jemand anderes als Täter infrage kommen könnte. Vielleicht jemand, der mit Charles noch eine Rechnung offen hatte.
MEINUNG:
Diese Kurzgeschichte gefiel mir nicht ganz so gut. Der Tathergang war mir hier im Gegensatz zu anderen Geschichten doch etwas zu einfach gestrickt. Die Auflösung war interessant zu lesen, aber den wahren Mörder erkennt man schon recht früh. Somit war ich die meiste Zeit des Lesens nicht damit beschäftigt den wahren Täter zu entlarven, sondern das "Warum" zu ergründen. Im Vergleich zu anderen Geschichten daher nur drei Sterne.

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